Zuckerhaltige Lebensmittel sind verantwortlich für schlechten Atem und Karies. Aus einfachen und preiswerten Zutaten lassen sich jedoch wirksame Mundwasser ganz schnell selbst herstellen. Gerade bei Zahnfleischbeschwerden ist die Verwendung von Mundwasser wichtig, um das Reinigungsergebnis optimal zu ergänzen. Mundspülungen wirken desinfizierend, hemmen Entzündungen, können die Zahnsteinbildung verringern und sorgen für eine Extraportion Frische im Atem.

Zutaten für die optimale eigene Mundspülung

Die Herstellung von individuellem Mundwasser gelingt mit

  • 250 ml lauwarmem Wasser
  • 20 g Xylitol (Birkenzucker)
  • 1 Teelöffel Natron und
  • 5 Tropfen ätherischem Öl.

Natron und Xylitol werden in eine Flasche gefüllt und anschließend mit dem lauwarmen Wasser und dem ätherischen Öl aufgefüllt und kräftig geschüttelt. Nachdem sich alle Bestandteile im Wasser gelöst haben, ist die Mundspülung gebrauchsfertig für einen kleinen Schluck nach dem Zähneputzen.

Etwa eine Minute sollten die Zähne damit kräftig durchgespült werden, indem Sie das Mundwasser durch die Zähne pressen. Der Hals profitiert ebenfalls davon, indem Sie gurgeln. Anschließend sollten Sie das Mundwasser ausspucken. Es sollte nicht mit klarem Wasser nachgespült werden, um den Schutzfilm aus Xylitol nicht zu entfernen.

Die eigene Mundspülung hält sich bis zu 2 Wochen, die Haltbarkeit kann durch die Verwendung eines dunklen, luftdichten Gefäßes und durch das Hinzufügen von 50 ml mindestens 40 % Alkohol verlängert werden. Vor jeder neuen Verwendung sollte das Mundwasser gut geschüttelt werden. Da die Herstellung nur wenige Minuten dauert, kann das Mundwasser bei Bedarf auch jeden Tag frisch angerührt werden.

Wichtige Inhaltstoff und ihre Wirkung in der Mundspüllösung

Das im Mundwasser enthaltene Natron neutralisiert die Säuren im Mund und verhindert den Angriff auf den Zahnschmelz. Es wirkt antibakteriell und neutralisiert dadurch auch Gerüche.

Xylitol verhindert die Entstehung von Karies und kann bestehende kariesbedingte Schäden sogar mildern, indem es angegriffenen Zahnschmelz remineralisiert. Kariesverursachende Bakterien können Xylitol nicht verstoffwechseln und verlieren ihre Lebensgrundlage.

Das ätherische Öl sorgt für einen angenehm frischen Geschmack im Mund und ist verantwortlich für guten Atem. Teebaumöl zum Beispiel eignet sich aufgrund seiner antibakteriellen und desinfizierenden Wirkung besonders bei Zahnfleischproblemen. Das Öl sollte wegen seiner Intensität und Konzentration jedoch lieber sparsam verwendet werden.

Die selbst hergestellte eigene Mundspülung enthält keine Konservierungsstoffe, deshalb sollte mit der Flasche hygienisch umgegangen werden. Das Mundwasser darf deshalb nicht mit dem Mund, sondern sollte stattdessen mit einem Zahnputzbecher entnommen werden.

Kreative Zutaten nach eigenem Geschmack

Bei der Herstellung verschiedener Mundwasser können Sie kreativ werden. Ein Beispiel ist die Verwendung von Salbei, der kleingeschnitten mit 250 ml Wasser aufgekocht wird. Anschließend sollte der Sud etwa 15 bis 20 Minuten ziehen. Ein Teelöffel Natron im Anschluss komplettiert die Mundspülung. Nun kann die Spülung durch ein Sieb in den vorgesehenen Behälter gefüllt werden. Salbei kann eine aufhellende Wirkung entfalten, außerdem ist das Salbeikraut entzündungshemmend, antibakteriell und wirkt desinfizierend.

Auch mit Minze lassen sich wirksame Mundwasser herstellen, denn der hohe Menthol-Gehalt erfrischt und kühlt. – Aber bitte denken Sie daran, dass eine perfekte Zahnpflege dennoch nicht die regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchung ersetzt. Die Kontrollen helfen dabei, unsichtbare Schäden frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

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