Ein Rückbiss ist eine Fehlstellung, bei dem die oberen Frontzähne beim Zusammenbeißen über die unteren hinausragen. Dies kann nicht nur ästhetisch beeinträchtigend sein, sondern auch funktionelle Probleme mit sich bringen. 

Ein Überbiss kann dadurch bedingt sein, dass die Zähne im Oberkiefer im Zahnbogen zu weit vorne oder die Zähne im Unterkiefer zu weit hinten stehen. Er kann aber auch skelettal bedingt sein, dies bedeutet, dass der gesamte Oberkiefer zu weit vorne und/oder der Unterkiefer im Gesichtsschädel zu weit hinten positioniert ist. 

Wie entwickelt sich ein Rückbiss?

Rückbisse werden zum Beispiel durch sich wiederholendes Verhalten in der Kindheit verursacht, das die Zähne und/oder Kiefer aus einer normalen Ausrichtung zwingt. Verhaltensweisen wie Daumenlutschen bewegen die Zähne des Oberkiefers nach vorne und hemmen das Wachstum des Unterkiefers. Neben diesen funktionellen Ursachen spielen aber genetische Komponenten ebenfalls eine Rolle. Der Ursachenkomplex ist vielfältig.

Was ist eine Rückbisskorrektur?

Die Behandlung zur Korrektur des Überbisses wird in der Regel bei Kindern und Jugendlichen im Alter von etwa 8 bis 12 Jahren durchgeführt. In dieser Zeit ist es möglich, dass bestehende Wachstum der Kiefer zu lenken und den skelettalen Rückbiss zu korrigieren.

Häufig kommen hierbei im Wechselgebiss, wenn sowohl Milchzähne als auch bleibende Zähne vorhanden sind, sogenannte funktionskieferorthopädische Apparaturen zum Einsatz. Diese sind in der Regel herausnehmbar und fördern das Wachstum des Unterkiefers und/oder Hemmen das Wachstum des Oberkiefers effektiv.

Sind die letzten Milchzähne herausgefallen und weist der Jugendliche einen bleibenden Zahnstatus auf, erfolgt die Behandlung oftmals mit einer „festen Zahnspange“. Mit Brackets und Bögen werden die Zahnbögen ausgeformt, so können Rückbisse dentaler Ursache beseitigt werden. Mit Hilfe von Gummizügen, die der Patient selbstständig einhängt, kann aber auch mit dieser Apparatur eine skelettale Wachstumsbeeinflussung erfolgen. 

Im Erwachsenenalter ist eine skelettale Korrektur nur eingeschränkt möglich, da das Wachstum des Patienten abgeschlossen ist. Nun kann entweder eine Kompensation der Kieferfehlstellung durch Bewegung der Zähne erfolgen oder, wenn zum Beispiel das Profil des Patienten stark beeinträchtigt oder die Fehlstellung ausgeprägt ist, eine chirurgische Operation zur Korrektur eines Überbisses erfolgen. Auch diese erfolgt in Kombination mit einer kieferorthopädischen Vor- und Nachbehandlung.  

Sollten Sie weitere Fragen zum Rückbiss haben, informieren Sie sich bei Ihrem Fachzahnarzt/Ihrer Fachzahnärztin für Kieferorthopädie!

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