Einzelne Zähne mit einer Fehlstellung sind in vielen Fällen nicht nur ein kosmetisches Problem. Fehlgestellte Zähne bilden auch Kanten und Fugen im Gebiss aus, die oft schwer zu reinigen sind und deshalb oft zu Ansiedlungspunkten von Karies oder Entzündungen werden.
Eine Korrektur einzelner fehlgestellter Zähne kann auf verschiedene Weise erfolgen. In Frage kommen hier sowohl prothetische, konservierende und kieferorthopädische Behandlungsformen.

Warum eine Korrektur schiefer Zähne wichtig ist

Durch die Fehlstellung einzelner Zähne ist nicht nur die optimale Reinigung beeinträchtigt, was Karies oder Entzündungen begünstigt. Es können auch funktionelle Störungen auftreten. So kann z. B. eine Fehlstellung im Seitenbereich des Gebisses zu statischen Problemen im Mundbereich führen und Fehlstellungen bei den Vorderzähnen die Aussprache behindern. Auch kann es vorkommen, dass die Zahnzwischenräume der Vorderzähne oben und unten nicht in einem Linienverlauf stehen, was optisch sehr unschön aussieht. Man nennt dies Mittellinienverschiebung.

Korrektur einzelner schiefer Zähne ohne Zahnspange

Kleinere Fehlstellungen können oft mit einer Füllung begradigt werden, besonders im Vorderzahnbereich. Durch die Füllung kann der Zahn dabei an die Form eines gegenüberliegenden Zahnes angepasst werden und der fehlgestellte Zahn reiht sich damit optisch in die Zahnreihe unauffällig ein.

Reicht eine Füllung zur Korrektur des fehlgestellten Zahnes nicht aus, können auch ein oder mehrere Zähne beschliffen werden und mit Kronen oder Veneers ausgestattet werden. Hierbei kann sowohl die Form als auch die Farbe der betroffenen Zähne verbessert werden.

Korrektur einzelner schiefer Zähne mit Zahnspange

Eine Korrektur mittels einer Zahnspange bedeutet einen schonenderen Eingriff in die Gebiss- und Zahnstruktur. Allerdings ist diese Methode mit einem relativ hohen Aufwand für den Patienten verbunden und sie dauert auch am längsten. Können Füllungen oder auch Korrekturen mittels Kronen und Veneers in Zeiträumen von 2-4 Wochen abgeschlossen werden, ist bei der kieferorthopädischen Methode durch eine Zahnspange mit einer Behandlungszeit von mindestens drei Monaten bis zu über zwei Jahren zu rechnen. Auch sind dabei meist mehr als 10 Sitzungen beim Zahnarzt erforderlich.

Grundsätzlich gibt es beim Einsatz einer Zahnspange die Möglichkeit, diese fest am Gebiss zu installieren oder eine lose Variante zu wählen, die im Bedarfsfall – zum Essen oder auch zum Reinigen – herausgenommen werden kann. Die beiden Varianten gibt es heute auch als unsichtbare Spangen, die optisch das Gesamtbild nicht beeinträchtigen. Diese sind eine sehr elegante Lösung für ein kieferorthopädisches Problem, das nur über eine gewisse Zeit gelöst werden kann, sie sind jedoch im Vergleich zu den sichtbaren Spangen auch merkbar teurer.

Die Nachbehandlung nach der Korrektur

Ist die Fehlstellung einzelner Zähne behoben, ist es trotzdem sehr wichtig im Nachgang den Behandlungserfolg überwachen zu lassen. Manche Korrekturen bilden sich ggf. im Laufe der Zeit wieder zurück, da die Zähne nicht in der Lage sind, die korrigierte Position dauerhaft zu halten. Hier kann man z. B. im Nachgang auch die betroffenen Zähne mit einer Verdrahtung auf der Innenseite dauerhaft fixieren mit einem sogenannten Retainerdraht.

Welche Behandlungsmethode ist die Richtige für mich?

Je nach Fehlstellung können im Einzelfall mehrere Behandlungsmethoden in Frage kommen. Hier sollte man sich gründlich informieren und auch vom Zahnarzt beraten lassen – jeder Fall ist individuell und braucht eine eigene Lösung. Generell ist jedoch festzustellen, dass eine kieferorthopädische Behandlung durch eine Spange zwar durchaus kostenintensiv sein kann und einige Zeit in Anspruch nimmt, jedoch auch die schonendste Methode für die Zahnsubstanz darstellt.

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