Schöne und gesunde Zähne sind schon lange kein Statussymbol mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit, die unser soziales Umfeld von uns erwartet. Die tägliche Zahnpflege gehört deshalb genauso zu unseren Routinen wie der regelmäßige Zahnarztbesuch oder die professionelle Zahnreinigung. Wir tun viel für unseren Kauapparat und das völlig zu Recht. Schließlich sind wir ein Leben lang auf ihn angewiesen.

Bei unseren Bemühungen, Zähne und Zahnfleisch gesund zu halten, vergessen wir aber oft Faktoren, die eine überraschend große Rolle spielen können. Auf unsere Körperhaltung achten wir meist nur, wenn wir einen besonders guten Eindruck hinterlassen wollen oder es zwingen uns Kopf- oder Rückenschmerzen dazu, uns mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Der Zusammenhang zwischen einem geraden Rücken und gesunden Zähnen ist dagegen den Wenigsten bewusst.

Schadet ein krummer Rücken dem Zahnschmelz?

Falls Sie das jetzt für eine Scherzfrage halten, sollten Sie unbedingt weiterlesen. Es gibt nämlich tatsächlich einen Kausalzusammenhang zwischen diesen beiden so gänzlich unterschiedlich anmutenden Problemen. Die Haltung unseres Körpers wirkt sich nicht nur auf die Wirbelsäule und die Extremitäten aus. Auch der Hals, der Kopf und die Kieferstellung sind davon betroffen.

Besonders kritisch ist der Einfluss auf das Verhältnis zwischen Ober- und Unterkiefer. Wenn Sie den Kopf beispielsweise immer vorlagern und im Extremfall, bildlich gesprochen, eine Schildkröte imitieren, hat das folgenreiche Nebenwirkungen. Bei dieser Haltung werden der Kiefer und die Kiefergelenke übermäßig nach hinten gezogen.

Verspannungen der Kiefermuskeln, Fehlbiss und Abrieb des Zahnschmelzes

Ein krummer Rücken oder hängende Schultern bleiben nicht ohne Auswirkung auf den Kiefer. Wenn Sie sich künftig um eine bessere Haltung bemühen wollen, sollten Sie es allerdings auch nicht übertreiben. Bei einer Körperhaltung, die einem Zinnsoldaten alle Ehre machen würde, schiebt sich der Unterkiefer zu weit nach vorne – und auch das verhindert den perfekten Biss.

Wenn das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer durch eine falsche Körperhaltung gestört wird, kommt es oft zu einer Verspannung der Kiefermuskeln. Dies fühlt sich wie Muskelkater im Gesicht an. Mittelfristig führt der Fehlbiss zu einer einseitigen Abnutzung der Zähne oder zu einem übermäßigen Abrieb des Zahnschmelzes. Das gilt besonders dann, wenn die Kieferfehlstellung dazu führt, dass Sie nachts plötzlich anfangen mit den Zähnen zu knirschen. Auch Bruxismus kann aus einer falschen Körperhaltung resultieren.

Schiefe Zähne durch falsche Atmung

Neben der Körperhaltung wirkt sich unsere Atemtechnik auf die Form und Stellung der Kiefer aus. Wie atmen Sie ein? Überwiegend durch den Mund oder die Nase? Die Mundatmung ist zwar tatsächlich nicht unnormal, aber nicht das, was die Natur vorgesehen hat. Die Atemluft sollte eigentlich durch die Nase einströmen. Dafür muss die Nase frei sein. Ist das nicht der Fall, zum Beispiel bei störenden Nasenpolypen, weichen wir auf die Mundatmung aus. Damit ändern sich die Haltung unserer Zunge und die Stellung unserer Muskeln im Gesicht und Kiefer. Mittelfristig kann das dazu führen, dass der Kiefer seine natürliche U-Form verliert und sich stattdessen eine V-Form herausbildet. Ober- und Unterkiefer greifen nicht mehr richtig ineinander. Die Konsequenzen können die gleichen wie bei einem Fehlbiss sein, der durch eine falsche Körperhaltung verursacht wird. Außerdem kann es zu einer Fehlstellung der Zähne kommen.

Sollten Sie zu den Behandlungsmöglichkeiten bei Kiefergelenkfehlstellungen beraten lassen wollen, konsultieren Sie einen Zahnarzt oder Kieferorthopäden. In Berlin stehen Ihnen hierfür Frau Dr. Christine Voslamber und ihr Team, in Ihrer Praxis für Kieferorthopädie, gerne beratend zur Seite.

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