Wenn es um das tägliche Zahnputzritual geht, kann das starke Geschlecht ein richtiger Putzmuffel sein. Das bestätigen diverse Umfragen immer wieder neu. Laut Befragungen putzt rund jeder vierte Mann lediglich ein einziges Mal am Tag seine Zähne. Andere Männer sind sogar noch nachlässiger und nehmen nur zweimal pro Woche ihre Zahnbürste in die Hand. Frauen nehmen ihre Mund- und Zahnhygiene dagegen wesentlich ernster und reinigen auch häufiger die schwer erreichbaren Zahnzwischenräume. Des Weiteren nehmen Frauen häufiger und konsequenter Kontrolltermine beim Zahnarzt wahr.

Dennoch ist es so, dass Frauen trotz besserer Pflege wesentlich anfälliger sind für Zahnerkrankungen wie Karies oder Parodontitis. Und sie verlieren im Vergleich zu den Herren im Verlauf des Lebens leider auch mehr Zähne.

Welches Geschlecht putzt gewissenhafter die Zähne – Männer oder Frauen?

Ein Paar beim Zähne putze am Waschbecken. Putzen sich Männer schlechter die Zähne als Frauen?Mit dieser Fragestellung haben sich diverse Studien beschäftigt und kamen zu dem Ergebnis, dass ein Großteil der deutschen Bürgerinnen und Bürger die Zahnpflege sehr ernst nimmt. Drei von vier Personen putzen sich wenigstens zweimal täglich die Zähne. 15 Prozent tun es sogar noch häufiger. Allerdings reinigen knapp 19 Prozent ihre Zähne nur ein einziges Mal am Tag. Erfreulich ist jedoch, dass mehr als Dreiviertel aller Befragten angeben, mindestens einmal pro Jahr zur Vorsorgeuntersuchung zum Zahnarzt zu gehen.

Die Ergebnisse unterscheiden sich zwischen den einzelnen Altersgruppen nur in einem sehr geringen Maße. Wesentlich signifikanter ist dagegen der Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern: Es steht fest, dass die Zahnpflege von Frauen wesentlich ernster genommen wird als von den Männern.

So reinigen sich beispielsweise 19 Prozent der Damen die Zähne dreimal täglich und nur 12 Prozent der Männer. Fast ein Fünftel aller befragten Herren gab an, die Zahnbürste nur einmal pro Tag in die Hand zu nehmen.

Nicht nur in der Reinigung der Zähne gibt es sichtbare Unterschiede zwischen den Männern und den Frauen, sondern auch in der Pflege. Mit 44 Prozent greifen deutlich mehr Damen zur Zahnseide. Demgegenüber sind es nur 27 Prozent der Männer. Ebenso gehen wesentlich mehr Frauen zur professionellen Zahnreinigung, nämlich 40 Prozent. Nur 30 Prozent der Männer nehmen diese Leistung in Anspruch.

Eine Gemeinsamkeit konnte dennoch beobachtet werden: Beide Geschlechter benutzen in gleichem Maße Mundspülungen. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass 39 Prozent der Frauen und Männer mindestens einmal im Monat ihre Zahnbürste wechseln.

Eine gute Zahnpflege zahlt sich aus

Fakt ist, dass Menschen, die einen hohen Wert auf ihre Zahn- und Mundhygiene legen, deutlich Kosten einsparen können.

Nach zahnärztlicher Empfehlung sollten die Zähne mindestens zweimal, im Idealfall jedoch dreimal pro Tag, geputzt werden. Mindestens am Morgen und am Abend sollten die Zähne gründlich geputzt werden.

Für die schwer erreichbaren Zahnzwischenräume sollte spezielle Zahnseide oder eine Interdentalbürste verwendet werden. Auch die Verwendung einer Mundspülung ist förderlich für eine rundum gelungene Mundhygiene.

Zu müde für die tägliche Zahnreinigung?

29 Prozent der befragten Umfrageteilnehmer gaben an, am Abend zu müde für das Zahnpflegeritual zu sein. 23 Prozent vergessen sogar die Zähne zu reinigen und erstaunliche 22 Prozent sagen, dass sie keine Zeit für eine gründliche Zahnreinigung haben.

Des Weiteren konnten diverse Umfragen bestätigen, dass Menschen, die besonderen Wert auf schöne Zähne legen, ihren Mundbereich auch besser pflegen. Diese Gruppe der Befragten ist wesentlich gewissenhafter und vergisst die tägliche Zahnpflege nur äußerst selten.

Wichtige Tipps zum Thema Zahnpflege

Grundsätzlich sollte eine erwachsene Person dreimal am Tag die Zähne gründlich putzen. Wenn aus beruflichen Gründen mittags keine Möglichkeit zur Zahnreinigung besteht, kann auch zu einem zuckerfreien Kaugummi gegriffen werden. Es ist jedoch wichtig, die Zähne nach jeder Mahlzeit mindestens auszuspülen und auf diese Weise von Speiseresten zu befreien.

Doch eine gründliche Zahnreinigung reicht für eine umfassende Mundhygiene nicht aus. So ist beispielsweise die Verwendung von Zahnseide empfehlenswert, da sich in den Zahnzwischenräumen mit Vorliebe Bakterien ansammeln, die die Entstehung von Karies begünstigen.

Die Zahnreinigung am Abend ist dringend notwendig

Vor dem Schlafengehen sollte die gründliche Zahnreinigung nicht vernachlässigt werden. Andernfalls verbleiben Speisereste an und zwischen den Zähnen. Durch bakterielle Zersetzungsprozesse entstehen bestimmte Säuren, die äußerst schädlich für den Zahnschmelz sind. Auch entsteht durch die Ansiedlung von Mikroorganismen und Bakterien ein hartnäckiger Zahnbelag, der Plaque. Dieser ist nach einiger Zeit nicht mehr ohne weiteres mit der Zahnbürste zu entfernen. Er ist nicht nur aus optischer Sicht störend, sondern fördert zudem die Entstehung von Karies und Zahnfleischentzündungen. Ein weiterer negativer Aspekt ist, dass durch die bakteriellen Zersetzungsprozesse ein lang anhaltender Mundgeruch entstehen kann

Wie in vielen anderen Dingen des Lebens, gilt es auch beim Zähneputzen das rechte Maß einzuhalten. Wer die von Zahnärzten angeratenen drei Putzminuten signifikant überschreitet, kann den Zahnschmelz und das Zahnfleisch erheblich verletzen.

Wichtig bei der Zahnreinigung: Zähne und Zunge nicht vergessen

Nicht nur die Reinigung und Pflege der Zähne und Zahnzwischenräume ist von großer Bedeutung, sondern auch der Zunge muss ausreichend Beachtung geschenkt werden. Besonders auf der Zunge bildet sich mit Vorliebe eine bakterienhaltige Schicht, die ein Hauptfaktor für die Entstehung von Mundgeruch ist und die Zähne befällt.

Tipp: Zahnbürste öfter einmal auswechseln

Die meisten Deutschen verwenden nur zwei Zahnbürsten pro Jahr, was deutlich zu wenig ist. Zahnexperten raten dazu, die Bürste spätestens nach sechs Wochen zu wechseln. Eine neue Zahnbürste kann Plaque wesentlich besser entfernen, nämlich bis zu 30 Prozent effektiver als die alte Zahnbürste. In diesem Punkt sind sich Experten und diverse wissenschaftliche Studien einig.

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