Im Vergleich zu den Zahnspangen, die unsere Eltern in den 1980er Jahren tragen mussten, wirken selbst zeitgenössische Kassenmodelle bereits ästhetisch. Das ändert aber nichts daran, dass sich auch heute noch viele Kinder und Jugendliche durch ihre Zahnspange entstellt fühlen und psychisch darunter leiden. Hänseleien in der Schule oder im Sportverein sind keine Seltenheiten. Noch schwerer wiegen aus Sicht von Teenagern abwertende Kommentare in den sozialen Netzwerken.

Eltern möchten ihren Kindern diese negativen Erfahrungen verständlicherweise ersparen. An der Zahnspange führt aber oft kein Weg vorbei. Letztlich sind die negativen Begleiterscheinungen der Korrekturwerkzeuge das geringere Übel gegenüber schiefen Zähnen bei Erwachsenen, die heute ein Stigma sind, das sogar dem beruflichem Erfolg im Weg stehen kann.

Zum Glück gibt es noch eine dritte Alternative. – Unsichtbare oder zumindest äußerst unauffällige Zahnspangen werden nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche angeboten.

Welche ästhetisch anspruchsvollen Lösungen gibt es?

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen, sofern eine Zahnspange benötigt wird, nur das Basismodell. Dabei handelt es sich um die Variante, bei der mit Draht verbundene Metallbrackets auf der Vorderseite der Zähne angebracht werden. Therapeutisch reicht diese Variante meist aus, sie entstellt den Träger aber doch ganz beträchtlich und hat unter hygienischen Gesichtspunkten ihre Tücken. Viele Eltern entscheiden sich deshalb gemeinsam mit ihren Kindern für anspruchsvollere Alternativen.

Dazu zählt zum Beispiel die linguale Zahnspange, die auf der Innenseite der Zähne angebracht wird und deshalb kaum auffällt. Das gilt umso mehr, wenn für die Brackets Kunststoff oder Keramik, statt Metall verwandt wird. Dieser Spangentyp hat gegenüber dem Kassenmodell auch medizinische Vorteile. So sinkt das Risiko für eine Demineralisierung der Zähne und für die Entstehung von Karies signifikant. Die Zunge kann ihrer natürlichen Reinigungs- und Befeuchtungsfunktion auf der Innenseite der Zähne deutlich besser nachkommen, als bei Klammern, die auf der Außenseite angebracht sind.

Eine weitere Alternative stellen sogenannte Aligner wie die Zahnspangen von Invisalign® dar.

Wodurch zeichnen sich die Aligner aus?

Diese durchsichtigen und äußerst unauffälligen Schienen haben den Vorteil, dass sie jederzeit herausgenommen werden können. Zwar sollte auch dieser Spangentyp durchgehend getragen werden, kurze Unterbrechungen gefährden den Therapieerfolg aber nicht.

Für die Kinder und Jugendlichen hat das gleich eine ganze Reihe von Vorteilen. Zum einen müssen sie nicht ständig mit der Zahnspange essen, was nicht nur Ekelgefühle vermeidet, sondern auch unter hygienischen Gesichtspunkten Vorteile hat – wenn die Zahnspange nicht ständig mit dem Speisebrei in Berührung kommt.

Darüber hinaus können die Zähne ohne Klammer deutlich besser gereinigt werden, was das Kariesrisiko zusätzlich senkt. Zu ganz besonderen Anlässen, wie etwa dem Schulball oder einer wichtigen Familienfeier, kann dann auch einmal für ein paar Stunden komplett auf die lästige Zahnspange verzichtet werden. Aligner sind deshalb sehr beliebt.

Welche Kosten kommen auf Eltern zu?

Ästhetische Zahnspangen sind, anders als die preisgünstigen Basismodelle, keine Konfektionsware. Hochwertige Zahnspangen werden für die Trägerin und den Träger individuell angefertigt. In der Regel wird hochwertiges, kaum sichtbares Material aus Kunststoff verwandt. Dass macht sich natürlich beim Preis bemerkbar.

Was eine ästhetisch anspruchsvolle Zahnspange für Kinder- und Jugendliche genau kostet, hängt immer vom Einzelfall ab. Mit einer Zuzahlung von etwa 1.000 Euro müssen Eltern wenigstens rechnen. Angesicht der Vorteile ist das aber eine Investition, die sich lohnt. Das gilt besonders dann, wenn absehbar ist, dass das betroffene Kind die Spange über mehrere Jahre hinweg tragen muss.

Wichtig ist bei der Wahl der richtigen Zahnspange in jedem Fall eine professionelle Beratung durch eine versierte Kieferorthopädin. Frau Dr. Christine Voslamber steht ihren jungen Patientinnen und Patienten und deren Eltern gerne mit Rat und Tat zur Seite.

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