Zähneputzen ist außerordentlich wichtig, die Zahnbürste reicht für eine gründliche Mundhygiene aber alleine nicht aus. Für die Zahnzwischenräume eignen sich andere Hilfsmittel, insbesondere Zahnseide, deutlich besser. Dieses Zahnpflegeprodukt gibt es mittlerweile in zahlreichen Varianten.

Gewachste Zahnseide gleitet zum Beispiel besonders einfach durch die Zahnzwischenräume und franst in der Regel nicht aus. Für die Reinigung von Brücken und unter Zahnspangen eignet sich sogenannte Flosszahnseide besonders gut. Sie ist in der Mitte flauschig und hat zwei feste Endstücke. Darüber hinaus wird Zahnseide mittlerweile in verschiedenen Geschmacksrichtungen oder mit Aktivkohle angeboten. Wer sich nicht gerne eine Schnur um die Finger wickelt, kann auf Zahnseide-Sticks ausweichen, die ähnlich einem Zahnstocher genutzt werden.

Zahlreiche Tests haben bewiesen, dass es hinsichtlich der Reinigungswirkung keine großen Unterschiede zwischen den Produkten gibt. Bei der Auswahl des richtigen Zahnpflegemittels dürfen Sie sich also alleine an Ihrem persönlichen Geschmack orientieren. Wirklich wichtig ist es dagegen, dass Sie die Zahnseide regelmäßig nutzen und dabei korrekt anwenden.

Auf die Technik komm es an

Der Umgang mit Zahnseide ist nicht schwer, Sie müssen sich nur die richtige Technik angewöhnen. Bei regelmäßiger Übung werden Sie von selbst von Tag zu Tag geschickter. Zahnseide kommt am besten abends vor dem Schlafengehen zum Einsatz, wobei es keine Rolle spielt, ob die Zähne vorher oder nachher geputzt werden.

Als erstes trennen Sie ein etwa 40 Zentimeter langes Stück Zahnseide ab und wickeln es um ihre beiden Zeigefinger. Danach führen Sie die Zahnseide vorsichtig in den Zahnzwischenraum ein. Dabei hilft leichtes Wackeln. – Seien Sie aber vorsichtig und wenden Sie nicht zu viel Kraft auf, damit das Zahnfleisch nicht verletzt wird. Anschließend wird die Zahnseide hufeisenförmig um den Zahn gelegt und mehrmals auf und ab bewegt, bis alle Speiserückstände entfernt sind. Dann wird der nächste Zahnzwischenraum in Angriff genommen.

Gehen Sie dabei systematisch vor und reinigen Sie von links oben nach rechts unten jede Lücke zwischen den Zähnen. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass sich Beläge an Stellen festsetzen, die für die Zahnbürste nur schwer zugänglichen sind und zu Karies und Parodontose führen können.

Wie oft sollten Sie Zahnseide verwenden?

Zahnseide sollte wenigstens einmal täglich zum Einsatz kommen. Neben der gründlichen Reinigung am Abend eignet sich das Produkt auch für die Zahnpflege zwischendurch. Insbesondere dann, wenn Sie Lebensmittel konsumieren, die gerne zwischen den Zähnen stecken bleiben, ist Zahnseide meist effektiver als ein Zahnstocher.

Leichte Blutungen sind zu Beginn der Verwendung nicht ungewöhnlich und brauchen Sie nicht zu beunruhigen. Das Zahnfleisch muss sich während der ersten Wochen erst einmal an die Zahnseide gewöhnen. Lassen die Blutungen allerdings nicht nach oder werden sogar stärker, sollten Sie die Zahnseide zunächst besser weglassen und zeitnah einen Zahnarzt aufsuchen. Regelmäßige, stärkere Zahnfleischblutungen können auf eine ernsthafte Störung hindeuten und müssen ärztlich abgeklärt werden.

Sofern Sie nur die falsche Technik anwenden, erklärt Ihnen eine versierte Zahnärztin oder Kieferorthopädin gerne, wie es richtig geht. Frau Dr. Christine Voslamber aus Berlin nimmt sich auch bei diesem Thema gerne Zeit für Ihre Patientinnen und Patienten.

Dr. Voslamber - Praxis für Kieferorthopädie hat 4,69 von 5 Sternen | 72 Bewertungen auf ProvenExpert.com