Fast alle Menschen wissen, dass Kaffee und Tee unsere Zähne dauerhaft verfärben können. Noch häufiger wird hingegen übermäßiger Zigarettenkonsum mit gelb verfärbten Zähnen in Verbindung gebracht. Dabei hat eine noch viel größere Palette an Lebensmitteln diesen Effekt auf unsere Zähne. Einige davon sind durchaus überraschend. Für alle Nahrungs- und Genussmittel in dieser Liste gilt hingegen: Man muss nicht zwingend komplett drauf verzichten, aber wer weiße Zähne haben möchte, der sollte sie nur sparsam und in Maßen verzehren.

Die klassischen Genussmittel

Nikotin ist für viele gesundheitlichen Probleme verantwortlich und sollte nach Möglichkeit komplett gemieden werden. Auch im Mund führt häufiges Rauchen zu einer Reihe an Komplikationen: Der Mundraum wird wesentlich schlechter durchblutet. Dies lässt die Ansiedlung schädlicher Bakterien zu und führt zu Erkrankungen wie Parodontitis und Karies. Als ob das noch nicht genug wäre, sorgt die ständige Zufuhr von Nikotin für eine dauerhafte Gelbfärbung der Zähne. Dieser ist dann nur noch schwer beizukommen. Wer also trotz allem nicht auf das Rauchen verzichten möchte, sollte sich den eigenen Zähnen zuliebe zumindest stark einschränken.

Kaffee und Tee – insbesondere Schwarztee – beinhalten eine Reihe von feinsten Farbpartikeln. Diese können sich bei übermäßigem Genuss auch langfristig an der Zahnoberfläche ablagern. Wir alle wissen, dass sich Kaffeeflecken nur schwer aus Kleidung oder Möbelstücken entfernen lassen. Dies trifft auch auf unsere Zähne zu.

Wer sich nach all den Hiobsbotschaften zumindest beim Alkohol sicher wähnt, dem sei auch hier Vorsicht anzuraten. Denn insbesondere Rotwein ist für unsere Zähne ähnlich schädlich wie Kaffee. Durch die im Wein enthaltene Säure wird die Zahnoberfläche aufgeraut und die Farbpartikel können sich ungehindert absetzen. Leider wird es auch mit Weißwein nicht besser. Wissenschaftler haben sogar herausgefunden, dass dieser für stärkere Zahnverfärbungen als Rotwein verantwortlich ist. Um die lästige Zahnverfärbung wieder loszuwerden, hilft oftmals nur der Gang zum Zahnarzt. Hier kann unter anderem eine Zahnaufhellung in Betracht gezogen werden.

Unübliche Übeltäter

Generell ist bei sämtlichen Lebensmitteln Vorsicht geboten, die Säure enthalten, da diese die Oberfläche der Zähne angreift und diese dadurch wesentlich empfänglicher für Verfärbungen machen. Das trifft nicht nur auf offensichtliche Lebensmittel wie Zitrusfrüchte zu. Fruchtsäfte enthalten beispielweise oftmals viel Fruchtsäure und viele Farbstoffe. Zusätzlich steigt durch den hohen Zuckergehalt auch das Risiko für Karies.

Balsamicoessig enthält neben der hohen Säurekonzentration auch dunkle Farbstoffe. Wer sich also gesund ernährt, und häufig Salat zu sich nimmt, sollte lieber zu milderen Dressings greifen.

Besonders schlecht für die Zähne sind Softdrinks wie Cola, Fanta und Co. Diese haben nämlich einen höheren Säuregehalt, als man zunächst vermuten möchte. In der Regel beinhalten sie sogar noch mehr Zucker als herkömmliche Fruchtsäfte. Aber auch bei Eistee ist Vorsicht geboten. Auch dieser kombiniert die drei schlimmsten Faktoren für Zahnverfärbungen und Karies: Säure, Farbstoffe und Zucker.

Bleiben noch stark färbende Gewürze wie Kurkuma, Safran oder Curry zu erwähnen. Diese tauchen nicht nur unser Essen in leuchtende Farben, sie haben leider auch denselben Effekt auf unsere Zähne.

Oft vernachlässig – Chemikalien, die mit den Zähnen in Berührung kommen

Viele Menschen vergessen, dass unsere Zähne auch Stoffen ausgesetzt sind, die nicht unserem Verzehr dienen. Wer beispielsweise häufig das Schwimmbad aufsucht, der wird über kurz oder lang auch Chlorwasser in den Mund bekommen. Auch dieses hat – ähnlich wie Essig oder Cola – einen sehr niedrigen pH-Wert und greift damit die Zähne an. Das sollte aber keinen Hobbysportler vom Schwimmen abhalten. Ein gelegentlicher Schwimmbadbesuch ist für die Zähne ungefährlich. Nur wer mehrmals die Woche für mehrere Stunden im Chlorwasser schwimmt, muss mit negativen Auswirkungen auf die Zahnfärbung und Zahngesundheit rechnen.

Aber auch Mundspülungen für beispielsweise Halsschmerzen oder Husten, sowie Antibiotika können sich bei häufiger Anwendung negativ auf die Zahngesundheit auswirken. Da wir solche Mittel für die Erhaltung unserer Gesundheit benötigen, werden diese hinsichtlich des Gebisses gerne vernachlässigt. Aber auch die Inhaltsstoffe mancher Medikamente können unsere Zähne langfristig verfärben.

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