Gut gepflegt können unsere Zähne gesund altern und uns ein Leben lang begleiten. Nachlässigkeit bei der Zahnpflege rächt sich dagegen immer. Kurzfristig quält uns – und unser Umfeld – schlechter Atem. Mittelfristig drohen uns Karies und Parodontose und dadurch bedingter vorzeitiger Zahnverlust. Besonders wichtig ist die tägliche Mundhygiene für Menschen, die eine Zahnspange tragen. Wobei jedoch nur die festsitzenden Modelle zum Problem werden können.

Bei diesen Zahnspangen werden die Brackets, also die Klammern, auf den Zahn geklebt. Genau so, wie sich Staubmäuse am liebsten in einer Ecke bilden, schaffen auch diese Brackets Nischen, in denen sich Speisereste besonders gut ansammeln können. Gleichzeitig macht der Draht zwischen den Klammern diese Ecken schwer zugänglich. Auch am Draht selbst bleiben schon einmal Speisereste zurück.

Oftmals wird durch die Zahnspange auch der Speichelfluss behindert. Dadurch verschlechtert sich die natürliche Mundreinigung der Zähne, die darüber hinaus nicht mehr ausreichend mineralisiert werden. Eine gründliche Pflege kann die Zähne aber auch in dieser Situation gesund erhalten.

Pflegetipps für Zahnspangenträger

Wenn Sie eine herausnehmbare Spange tragen, dann entfernen Sie diese vor dem Putzen der Zähne einfach. Bei festsitzenden Modellen müssen Sie sich dagegen mit dem Hindernis arrangieren. Die Zahnpflege sollte dann immer damit beginnen, dass Sie Ihren Mund gründlich mit Wasser ausspülen. Auf diese Weise werden grobe Speisereste bereits entfernt. Danach sollten Spangenträger sich Zeit nehmen und jeden Zahn einzeln putzen.

Sehr hilfreich sind hierbei Spezialbürsten für Zahnspangenträger. Deren Bürstenkopf ist besonders klein und macht es Ihnen leichter, die unzugänglichen Stellen an den Brackets und unter dem Draht zu erreichen. Entsprechende Aufsätze gibt es auch für viele elektronische Bürsten. Welche Zahncreme Sie nutzen, ist egal, sie sollte aber Fluorid enthalten, um den Zahnschmelz zu stärken.

Die Zähne müssen mindestens zwei Mal täglich gründlich gereinigt werden .Während normalerweise drei Minuten putzen ausreichen, sollten Spangenträger wenigstens zehn Minuten einplanen. Mindestens einmal täglich sollte außerdem Zahnseide zum Säubern der Zahnzwischenräume zum Einsatz kommen. Diesen Effekt können Sie durch die Verwendung eines antibakteriellen Mundwassers noch steigern.

Eine ausreichende Mineralisierung der Zähne stellen Sie am einfachsten durch die Verwendung eines hochdosierten Fluoridgels aus der Apotheke sicher. Diese Gels werden wenigstens einmal pro Woche auf die Zähne aufgetragen und nicht ausgespült. Der Zahnschmelz wird so gehärtet und kann Säureangriffen leichter trotzen.

Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle

Süßigkeiten schmecken nicht nur uns, sondern auch den Mikroorganismen, die in unserer Mundhöhle leben. Bei der Verstoffwechselung des Zuckers durch Bakterien entstehen Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und letztlich Karies verursachen. Süßigkeiten sind deshalb generell nicht gut für unsere Zähne.

Wer eine Spange trägt, sollte aber auf klebrige Süßigkeiten weitestgehend verzichten, da andernfalls Rückstande an den Brackets oder dem Draht zurückbleiben und die aggressiven Zersetzungsprozesse über Stunden andauern können. Auch der Griff zur Zahnbürste löst das Problem dann nicht immer, da gerade Lakritz- oder Karamellrückstände äußerst zäh sind und sich nur schwer wegputzen lassen. Auch Chips und andere stärkehaltigen Knabbereien sollten lieber in der Tüte bleiben, solange die Zahnspange getragen wird, da diese Lebensmittel schon im Mund einen hartnäckigen Speisebrei bilden, der sich an der Zahnspange festsetzen kann.

Die erfahrene Fachärztin für Kieferorthopädie Dr. Christine Voslamber und ihr Team stehen ihren Patientinnen und Patienten gerne mit weiteren hilfreichen Pflegetipps zur Seite. Kontaktieren Sie uns gerne bei allen Fragen und Problemen wie zum Thema Zahngesundheit und Zahnspangenreinigung.

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