Wer sich zweimal täglich die Zähne putzt, legt die Basis zu einem gesunden und ästhetisch ansprechenden Gebiss. Zahnärzte und Kieferorthopäden, wie auch Dr. Christine Voslamber, raten dazu, zusätzlich den Zahnzwischenräumen Beachtung zu schenken. Diese werden nämlich oft vernachlässigt, sind aber ein idealer Brutherd für Bakterien und Keime. Neben der klassischen Zahnseide oder Interdentalbürsten kann man auch zur Munddusche und vielen weiteren Methoden greifen. Die Munddusche reinigt die Zahnzwischenräume mit einem gezielten Wasserstrahl. Dabei ersetzt die Munddusche niemals die gründliche Reinigung durch eine Zahnbürste, sondern ergänzt diese wirkungsvoll.

Unterschiede zur Zahnseide

Nicht für jeden Menschen eignet sich Zahnseide. Sie ist besonders für körperlich beeinträchtigte oder ältere Personen nicht immer leicht anzuwenden. Anderen ist der hohe Aufwand oder die Dauer der Reinigung ein Dorn im Auge. In all diesen Fällen ist die Munddusche eine passende Alternative. Auch bei größeren Zahnabständen, Zahnspangen oder Brücken erreicht die Munddusche effizienter jeden Winkel des Gebisses.

Der Nachteil der Munddusche besteht darin, dass sie nur locker sitzende Essensreste entfernen kann. Plaque erwischt sie nicht so gut wie Zahnseide oder Zahnbürste. Am wirkungsvollsten ist also eine Kombination aus allen drei Methoden.

Drei verschiedene Arten der Munddusche

Die günstigsten Mundduschen lassen sich direkt an den Wasserhahn anschließen. Daher muss auch die Zahnreinigung in der Nähe dieses Wasserhahns stattfinden. Der Vorteil liegt darin, dass diese Munddusche keinen Wassertank hat. So entfällt ein großer Teil der Reinigung und auch Bakterien haben keine Möglichkeit, sich im Wasser anzusiedeln.

Stationäre Mundduschen haben einen eigenen Wassertank. Auch sie sind nicht sonderlich flexibel, da sie die Nähe einer Steckdose benötigen und die Reichweite des Schlauchs begrenzt ist. Der Wassertank sollte regelmäßig gereinigt, entkalkt und desinfiziert werden, um Ablagerungen von Kalk und Bakterien zu vermeiden.

Mobile Mundduschen eigenen sich besonders für den Urlaub. Sie werden mit Akku oder Batterie betrieben und haben einen integrierten Wassertank. Dieser hat natürlich nur ein begrenztes Volumen und muss regelmäßig wieder befüllt werden. Die Reinigung sollte ebenso regelmäßig und sorgfältig erfolgen wie bei der stationären Munddusche.

Bei vielen Modellen lässt sich die Stärke des Wasserstrahls verändern. Ebenso existieren Varianten mit einem einzelnen Strahl, der die Zahnzwischenräume reinigt, und mehreren Strahlen, die das Zahnfleisch massieren.

Funktion und Anwendung von Mundduschen

Die Munddusche reinigt mit einem gezielten Wasserstrahl alle schwer erreichbaren Stellen des Gebisses. Dazu gehören neben den Zahnzwischenräumen auch festsitzende Zahnspangen sowie die Bereiche unter und zwischen Implantaten oder Brücken. Dabei dient sich nicht nur der Entfernung von Speiseresten, sondern reduziert auch Mundgeruch und beugt Zahnfleischentzündungen vor.

Die Munddusche zeigt am meisten Wirkung, wenn sie zweimal täglich direkt nach dem Zähneputzen angewandt wird. Zunächst sollte immer ein niedriger Druck des Wasserstrahls gewählt werden, um nicht versehentlich das Zahnfleisch zu verletzen. Später kann dieser kontinuierlich gesteigert werden. Am besten bewegt man den Wasserstrahl vom Zahnfleisch weg in Richtung der Kronen, um Speisereste effektiv zu entfernen. Danach kann man sich den Zahnfleischtaschen widmen.

Direkt nach der Anwendung sollte die Munddusche mit heißem Wasser abgespült und sofort abgewischt werden. Das verhindert Kalkablagerungen. In regelmäßigen Abständen werden Düse und Schlauch desinfiziert, um Bakterien und Keimen keine Chance zu geben.

Dr. Voslamber - Praxis für Kieferorthopädie hat 4,83 von 5 Sternen | 84 Bewertungen auf ProvenExpert.com
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